Rückrufbitte



Was ist die Summe aus 9 und 7?

Alkohol

Alkohol ist das am stärksten verbreitete Suchtmittel. Laut Jahrbuch der DHS (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen) konsumieren 9,5 Millionen Menschen Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. 1,3 Millionen gelten als alkoholabhängig, 2,0 Millionen konsumieren missbräuchlich. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher.

Jeder Fünfte Erwachsene im Alter von 18-64 Jahren hat einen problematischen Umgang mit Alkohol.

Vielleicht haben Sie diese Seite gerade angeklickt mit der Frage, woran kann ich erkennen, dass ich oder Menschen in meinem Umfeld bereits abhängig Alkohol trinken.

Nach der Definition der WHO (Weltgesundheitsorganisation) liegt Sucht (Abhängigkeit) vor, wenn von folgenden Kriterien mindestens drei erfüllt sind:

  • Ich verspüre einen inneren Zwang, Alkohol zu konsumieren.
  • Meine Fähigkeit, die Trinkmenge zu kontrollieren, ist eingeschränkt.
    (Ich wollte nur 2 Gläser Wein trinken, plötzlich war die Flasche leer; statt 2 Flaschen Bier sind es doch 5 geworden)
  • Wenn ich nicht trinke, habe ich psychische oder körperliche Entzugserscheinungen
    (Ängste oder innere Unruhe nehmen zu, ich fühle mich antriebslos, deprimiert, ohne Alkohol kann ich mich nicht konzentrieren, ich kann nicht mehr ein-, durchschlafen, ich schwitze stärker, meine Hände zittern morgens - ein oder mehrere Symptome sind möglich)
  • Ich benötige immer mehr Alkohol, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
  • Ich vernachlässige Interessen und Kontakte.
  • Ich trinke heimlich (auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, im Keller, verstecke Flaschen, entsorge Leergut, bevor es jemand sieht, kaufe den Alkohol in verschiedenen Geschäften, damit es nicht so auffällt, etc.)
  • Ich konsumiere weiter, obwohl eindeutige schädliche (körperliche, psychische, soziale) Folgen des Alkoholkonsums sichtbar sind.

Hat Sie schon einmal jemand auf Ihren Alkoholkonsum angesprochen?

Haben Sie schon länger bemerkt, dass Sie Ihren Alkoholkonsum nicht mehr im Griff haben, der Alkohol eher Sie im Griff hat?

Vielleicht denken Sie jetzt auch, so schlimm ist es noch nicht.

Wenn Sie sich Gedanken über ihren Alkoholkonsum machen, ist das nicht ein ausreichender Grund, sich einmal persönlich beraten zu lassen?

Genuss, Gebrauch, Missbrauch, Gewöhnung und Abhängigkeit - die Übergänge sind fließend,
bauen aber nicht zwangsweise aufeinander auf.

  • Die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung ist oft ein schleichender Prozess über Jahre.
  • Ein Glas Alkohol trinken nur zu besonderen Anlässen, eher selten, ist Genuss.
  • Ist der Konsum gelegentlich, nicht regelmäßig, in Maßen, spricht man von Gebrauch.
  • Hat der Alkohol eine bestimmte Funktion, man trinkt häufiger, um sich zu entspannen, um schlafen zu können, um lockerer zu sein, um besser reden zu können, um lustiger zu sein, um mutiger zu sein,...etc., dann spricht man von Missbrauch.
  • Der Missbrauch führt rasch zur Gewöhnung, der Konsum steigt, wird häufiger, regelmäßiger.
  • Abhängigkeit beginnt mit dem Missbrauch, es gelingt immer seltener, das Suchtmittel zu kontrollieren. (Nach beginnendem Konsum kann man nicht mehr aufhören, der so genannte Sog setzt ein.) Es entsteht ein zwanghaftes Verlangen nach Alkohol.

Es gibt verschiedene Formen der Abhängigkeit.

Abstinente Phasen sind möglich, sie werden allerdings im Verlauf der Abhängigkeitserkrankung immer kürzer. Gerade den Menschen, die es schaffen, längere Zeit ohne Alkohol zu leben, dann wieder eins, zwei oder mehrere Tage trinken bis zum Vollrausch, fällt es schwer zu verstehen, dass sie auch abhängig sind. Man spricht hier vom so genannten "Quartalstrinker". Aber auch der regelmäßige Konsum von einer Flasche Wein oder 2l Bier kann schon der Beginn einer Abhängigkeitserkrankung sein.

 

Auch wenn Sie sich "erst" im Bereich des schädlichen Gebrauchs, des Missbrauchs befinden, holen Sie sich professionelle Beratung, um das "Reinrutschen" in die Abhängigkeit zu vermeiden.

 

Ausführlichere Informationen geben wir Ihnen gerne in einem vertraulichen, kostenfreien Beratungsgespräch.